Das maximumm gemeinsam erreichen.

Erfolgsgeschichte 3 - Herr C. (34)

Dienstag, 14. Juli 2020

 Persönliches:

  • Zivilstand: ledig
  • Kinder: keine
  • Ausbildung: dreijährige Lehre als Logistikassistent
  • Wie lange arbeitslos: während ungefähr vier Jahren, zwischendurch immer wieder temporäre Einsätze im Bereich Lagerbewirtschaftung
  • Wie lange im maxi.mumm: insgesamt rund 13 Monate
  • Im ersten Arbeitsmarkt seit: 3,5 Jahren

 

maxi.mumm: Wie kam es zu Ihrer Arbeitslosigkeit?

Herr C.: Ich hatte eine gute Lehrzeit. Sie zeigten mir viel, ich durfte schon bald viele Sachen selbständig machen.

Nach der Lehre konnte ich nahtlos temporär in verschiedenen Firmen als Logistiker arbeiten. Dann kam ich in ein grosses Verteil-Center, dort war ich 3,5 Jahre. Das Arbeitsverhältnis war nicht so rosig. Mit dem Arbeitgeber ging es immer schlechter. Dann kam auch noch dazu, dass Schichtarbeit und neue Methoden in der Lagerbewirtschaftung eingeführt wurden. Von den neuen Head-Sets bekam ich immer Kopfschmerzen. Dann kamen noch sonst so paar Sachen zusammen und ich bekam einfach den «Anschiss». Das merkte man mir auch an. Ich machte zwar all meine Arbeit, war pünktlich und nett zu den Leuten – aber man spürte einfach, dass es nicht mehr stimmte. Schliesslich erhielt ich die Kündigung.

Ich hielt mich wieder mit Temporäreinsätzen über Wasser, bis ich dann ein halbes Jahr später wieder eine Festanstellung bekam. Bei einer grossen Firma in Langenthal. Dort machte es Spass, ich hatte Verantwortung in meinem Bereich. Doch leider musste mir die Firma infolge allgemeinem Stellenabbau nach 2,5 Jahren künden.

Es folgte die Anmeldung beim RAV - und immer wieder Temporärjobs. Mich fing es an zu belasten, immer wieder nicht bleiben zu können. Und die Unsicherheit, was wohl als nächstes auf mich zukommen würde, beschäftigte mich.

Im maxi.mumm ging ich während meiner RAV-Zeit zuerst ins BIN (Berufliche Integration), ein achtwöchiger Bewerbungskurs. Ich erinnere mich noch an alle Namen der damals sechs Coaches. Dort lernte ich alles über meine Bewerbungsstrategie und wie ich mich in einem Vorstellungsgespräch gut präsentieren kann. Nach der Zeit auf dem RAV musste ich mich auf dem Sozialdienst anmelden. Ab dann arbeitete ich im Betrieb «Logistik» vom maxi.mumm. Über das Stellenvermittlungsnetz vom maxi.mumm kam dann eines Tages die Anfrage meines jetzigen Arbeitgebers für einen geeigneten Mitarbeiter. Man hat mich vorgeschlagen. Nach einem guten und sicheren Vorstellungsgespräch – schliesslich wusste ich, dass ich das ja jetzt gut kann :-) – bekam ich dann die Stelle als Logistiker. Ich bin froh und erleichtert, dass ich mittlerweile schon über drei Jahre eine Dauerstelle habe.

maxi.mumm: Was hat sich in Ihrem Leben mit der Arbeitslosigkeit geändert?

Herr C.: Die meisten Freunde akzeptierten und respektierten meine Situation. Leider gingen dabei aber auch Freundschaften kaputt.

Mein Vater war während der ganzen Zeit immer für mich da. Als uns meine Mutter infolge psychischer Erkrankung verliess, tat mir das so weh, dass ich sogar meine Lehre im dritten Lehrjahr abbrechen wollte. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, meine Energie war weg. Mein Vater gab mir den nötigen «Tritt in den Arsch» und machte mir bewusst, wie wichtig es heute ist, eine abgeschlossene Lehre zu haben. Er konnte mich moralisch immer wieder aus dem Loch ziehen, für das bin ich ihm bis heute sehr dankbar.

maxi.mumm: Was waren die ersten Gedanken, als Sie vom maxi.mumm hörten?

Herr C.: Ich hatte viel Positives über das maxi.mumm gehört. Ich ging eigentlich positiv eingestellt ins Programm – damals noch in Roggwil.

maxi.mumm: Was war Ihre Motivation, zurück in die Arbeitswelt zu wollen?

Herr C.: Ich will in meinem Leben weiterkommen. Dafür muss man etwas machen.

maxi.mumm: Wie konnte Ihnen das maxi.mumm bei Ihrer Integration in den Arbeitsmarkt Unterstützung bieten?

Herr C.: Ich habe mehr Sicherheit in Vorstellungsgesprächen bekommen. Und ich kann nun auch mit Absagen und Niederlagen besser umgehen.

  

 

Daniela Häusler